Veggie

Storytalk: Warum ich Vegetarierin bin und leckeres Strudelrezept

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Vorab möchte ich sagen – es ist meine eigene, persönliche Entscheidung und möchte NIEMANDEN zu IRGENDETWAS überreden. Ich habe für mich selbst entschieden, kein Fleisch mehr zu essen und da ich soviele tolle Nachrichten auf Instagram bekommen habe (vielen Dank an jeden einzelnen an euch) möchte ich darüber natürlich auch einen Beitrag schreiben. Wenn sich unter euch lieben Lesern jemand befindet, der aus voller Überzeugung „Fleischesser“ ist und mit vegetarisch und vegan nichts am Hut haben möchte bitte einfach zu einem anderen Beitrag scrollen. In diesem wird es ausschließlich um meine Entschiedung und die Einflüsse aus meinem Umfeld Vegetarierin zu werden, sowie ein leckeres Strudelrezept geben.

Fangen wir doch einmal ganz von vorne an. Rund um meinen 18 Geburtstag herum (OMG vor fast 10 (!!!) Jahren) war ich bereits ein oder zwei Jahre Vegetarierin. Damals „boomte“ diese Ernährungsform genauso wie heute die vegane Ernährung und in jedem Restaurant, jeder Fast-Food-Kette etc. gab es sämtliche Produkte auch in fleischlos. Da ich aus verschiedenen Gründen, die ihr nachfolgend erfahren werden, sowieso selten Fleisch gegessen habe, viel es mir vor einigen Jahren sehr leicht diese Ernährungsform zumindest für einen Zeitraum einzuhalten. Leider waren durch die starke Nachfrage die vegetarischen Produkte sehr teuer und da ich mich damals noch nicht so mit Kochalternativen auseinandergesetzt habe, bin ich wieder in den alten Trott gefallen und hab wieder Wurst, Würstchen und Hackfleisch gegessen. Geschmeckt hat es mir nie wirklich, ich möcht zum Beispiel noch nie Rindersteaks oder Schweinelungenbraten. Bei mir musste es immer ganz fein zerkleinert sein und extrem mager und durfte auf keinen Fall aussehen, als wärs vom Tier. Warum erfahrt ihr nun jetzt:
Erlebnis Nr. 1: Früher war ich oft in den Sommerferien mit meinen Großeltern auf Urlaub in Kärnten. Dort gab es immer einen kleinen Bauernhof an dem wir eine Woche Urlaub verbrachten. Eines Abends saßen meine Oma, mein Opa und ich auf der Terasse und haben unser Abendessen genossen als auf einmal eine Gans um die Ecke bog – OHNE Kopf. Ich war so geschockt, dass die süße Gans die sonst immer herumgelaufen ist auf einmal keinen Kopf mehr hatte. Als sie dann knapp bei uns vorbeigelaufen war ist sie tod umgefallen. Dieses Erlebnis hat mich so geprägt, dass ich nie mehr ein ganzes Huhn (Grillhuhn usw.) essen konnte. Meine Mama hat mit das Fleisch immer zerlegen müssen, damit es nicht mehr aussieht wie ein Huhn.
Eine weitere kleine Geschichte führt mich zu Erlebnis Nr. 2: Wir waren – ebenfalls in den Sommerferien – öfter mit unseren Cousins und Cousinen bei meinen Großeltern väterlicherseits und durften uns vom Nachbarn immer zwei junge Hasen holen. Diese haben wir dann im Garten eingezäunt, gefüttert, mit ihnen gespielt und hatten diese es die zwei Wochen, die wir bei meiner Oma waren, mehr als gut. Danach mussten wir sie immer wieder zurückbringen. Dies ging einige Jahre so bis wir eines Sommers wieder den Nachbarn besucht haben und dort keine kleinen Häschen mehr vorfanden sondern abgezogene Hasen in einem Kübel. Wir waren so schockiert, dass unsere kleinen Hasen nun ohne Fell, tot im Kübel lagen, dass wir uns nie mehr Hasen geholt haben.
Ein weiteres Hasenerlebnis führt uns zu meinem Erlebnis Nr. 3, was mich dann dazu brachte kaum mehr Fleisch zu essen: Wir waren mit meinen Eltern in den Sommerferien in Tirol. Ein kleines, nettes Hotel mit einem Streichelzoo. Wir verbrachten die Abende vorm Essen immer im Streichelzoo vorm Gastgarten und beschäftigten uns mit den Hasen und Mehrschweinchen. Am letzten Abend stand auf der Speisekarte Hasenbraten. Mein Bruder bestellte sich diesen Hasenbraten, damals zu jung um die Hasen aus dem Streichelzoo damit in Verbindung zu setzen und zu stur um auf die vierfache Frage meiner Mama zu hören, ob er wirklich Hasenfleisch essen möchte. Als wir dann das Essen bekamen, registrierte ich erst, dass er sich wirklich den Hasenbraten bestellt hat – entgegen meinen Zuwendungen, er solle doch die Häschen leben lassen. (Wir waren beide noch sehr, sehr jung) Ich stand daraufhin auf, ging mit meinem Bruder zum Streichelzoo und fand dort lediglich die Mehrschweinchen vor. Fazit, natürlich hat er den Hasenbraten dann nicht gegessen.
Seit diesen Vorfällen, die in wenigen Jahren aufeinander folgten, habe ich meinen Fleischkonsum komplett zurückgestellt. Ich habe wie gesagt nur sehr dünne Schnitzel, die auch nur aus Putenfleisch, Würstchen und sehr mageren Schinken gegessen und zum Schluss jetzt hat mir nicht einmal  mehr das geschmeckt. Auch früher schüttelten meine Eltern bereits den Kopf als ich zB aus Gulasch immer die Rindfleischstückchen herausgesucht habe und nur die Sauce mit Kartoffeln gegessen habe. Auch beim jährlichen Weihnachtsschweinebraten meiner Oma habe ich seit Kindestagen nur Kraut, Knödel und Sauce gegessen, mit dem Fleisch konnte man mich wortwörtlich jagen. 
Ausschlaggebend war jedoch ein Vorfall vor einigen Tagen andem ich aus der Ferne zusehen und leider auch zuhören musste, wie ein Tier gequält wurde und nicht eingereifen konnte. Ab diesem Zeitpunkt war ich als Katzen- und Hundebesitzer so schockiert, wie man einem Tier nur so etwas antun konnte, dass ich persönlich und nur für mich entschlossen habe, dass kein Tier mehr sterben muss, damit ich es essen kann und dann jammere, dass es mir eh nicht schmeckt. 
Ich lebe nun mit meiner Entscheidung und finde es bemerkenswert wieviele Menschen aus meinem Umfeld sich auch dem Schutz der Tiere angeschlossen haben und teilweise schon jahrelang vegetarisch bzw. sogar vegan leben. Um dem ganzen Thema einen Abschluss zu schenken, gibts jetzt noch ein leckeres Rezept!

Gemüsestrudel mit Knoblauchdip

Veggie oder Vegetarisch - ein Thema, das jeder ganz alleine für sich entscheiden muss. Warum ich jedoch die Entscheidung getroffen habe Vegetarierin zu werden plus ein leckeres, pikantes vegetarisches Strudelrezept. Alles ab sofort auf meinem Blog www.moreaboutdanie.at

Zutaten:

– Strudelteig (zB. von Tante Fanny)
– 250ml Sauerrahm
– 150ml Crema Fraiche
– 1 Karotte
– 1 Lauch/Porree
– 1 Zuchini
– 1 Zwiebel
– 1 Kohlrabi
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer, Knoblauch und Kräuter
– 1 Ei

Veggie oder Vegetarisch - ein Thema, das jeder ganz alleine für sich entscheiden muss. Warum ich jedoch die Entscheidung getroffen habe Vegetarierin zu werden plus ein leckeres, pikantes vegetarisches Strudelrezept. Alles ab sofort auf meinem Blog www.moreaboutdanie.at

Zubereitung Strudel:

– Vorerst Karotte, Zwiebel, Zucchini und Kohlrabi schälen und dann mit dem Lauch in kleine Stücke schneiden.
– Gemüse in die Pfanne geben, Olivenöl, Salz und Pfeffer hinzufügen und gut anbraten. Dann 100ml Wasser hinzugeben und einen halben Gemüsebrühewürfel auflösen. Dann noch Kräuter (Schnittlauch, Petersilie) hinzufügen und weich kochen. Schlussendlich auskühlen lassen.
– Dann den Teig auf einem Backpapier ausrollen. 150ml Sauerrahm mit 150ml Creme Fraiche vermischen und mit Knoblauch verfeinern. Dann den Teig damit bestreichen.
– Das abgekühlte Gemüse auf dem Teig gleichmäßig verteilen und mit der kurzen Seite voran zusammenrollen.
– Den Teig mit Ei bestreichen und 15 Minuten bei 180 Grad, Ober- und Unterhitze backen.

Zubereitung Dip:

– Des restlichen Sauerrahm mit Knoblauch, Salz und Pfeffer verrühren und Kräuter hinzugeben.

Den Strudel etwas auskühlen lassen und mit Dip servieren. Mahlzeit!
Viel Spaß beim ausprobieren, eure

9 Kommentare

  • LIEBE WAS IST Life& Style Advice Blog

    liebe Danie, ich kann deine Beweggrüne absolut nachvollziehen!
    ich habe das letzte mal mit 12 Jahren Fleisch gegessen und nach und nach immer weniger tierische Lebensmittel – heute ernähre ich zwar nicht komplett vegan, aber so gut wie 🙂

    das tut einem selber und der Umwelt sehr gut! dennoch bin ich weder der Typ, der anderen in ihre Ernährung reinredet oder ein Label aufdrückt 😉

    dein Strudelrezept werde ich mir aber dochmal direkt abspeichern! so lecker 😛

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com

  • Heinz Peter

    Ich finde, jeder darf selbst entscheiden wie er lebt und dazu gehört auch die Ernährung��
    Finde deinen Beitrag toll, auch wenn mir persönlich das Rezept nicht so schmecken würde

  • Katja

    Ich bin seit mehr als 5 Jahren Vegetarier, weil ich einfach keine Tiere mehr essen wollte. Ich finde, es gibt auch ohne Fleisch genug zu essen, es müssen keine Lebewesen sein. Den Strudel muss ich unbedingt ausprobieren. Der sieht so lecker aus.

  • Diana B.

    Danke für dieses leckere Rezept. Und ich kann deine Beweggründe sehr gut nachvollziehen. Ich bin seit 19 Jahren Vegetarerien (oh krass, bin gerade selbst erschrocken beim Nachrechnen :D). Davon habe ich 6 bis 7 Jahre streng vegan gelebt.

    Liebe Grüße,
    Diana

  • Lieblingsleseplatz

    Hallo meine Liebe ,

    Seit 6 Jahren ernähre ich mich vegan mit vegetarischen Ausnahmen- und es geht mir sooo gut damit!!!!
    Dein Rezept eird in jedem Falle ausprobiert, das klingt sehr lecker – lässt sich sogar ganz leicht vegan abwandeln ohne viel zu verändern. Danke!

    Liebe Grüße ,
    Verena

  • Nadine von tantedine.de

    Wir können uns wirklich die Hand reichen 🙂 Ich war in meiner Kindheit oft bei meinen Großeltern auf dem Bauernhof und habe da erst mitbekommen woher denn das Essen kommt…und damit meine ich nicht das Obst und Gemüse aus dem Garten 😀 Ich habe so einen Ekel entwickelt, dass ich sehr lange kein Fleisch mehr essen konnte. Jetzt esse ich sehr wenig Fleisch und eher welches, wo man nicht wiklich sieht, dass es mal ein Tier war 😀 Zum Beispiel Hackfleisch… Ich esse also sehr wenig und ab und zu komme ich vegan auch gut zurecht – nur die Miclhprodukte kann ich schwer weglassen 🙂

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

  • mumandthefashioncircus

    Liebe Danie!
    Danke für deinen wahnsinnig tollen Beitrag zu diesem Thema. Ich persönlich habe mich mit dem Thema noch nie auseinandergesetzt, da ich hin und wieder gerne Fleisch esse. Aber ich selber koche das ziemlich selten. Fleisch gibts nur wenn wir auswärts essen gehen – also meinst am Wochenende.
    Danke für dein leckeres Rezept, den Strudel mach ich auf jeden Fall mal nach. Ich steh total auf solche einfache Rezepte.

    Bis bald
    xoxo
    Heike
    https://mumandthefashioncircus.com

  • Anonym

    Liebe Danie,

    ich kann deine Entscheidung nachvollziehen! Ich hatte mit Hasen auch ein schlimmes Erlebnis (meine Großeltern sind vom Land und hatten einen ganzen Hasenstall. Leider landeten immer welche auf dem Teller und ich musste zusehen wie Opa den toten Hasen das Fell abzog. Als Kind wurde ich gezwungen das Fleisch zu essen … heute kann ich das nicht mehr!).

    Außerdem gibt es einfach so viele Alternativen ohne Fleisch da fällt das nicht schwer.

    Liebe Grüße
    Verena von http://www.avaganza.com

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