Letzten Samstag waren wir wieder in der Hundeschule mit unserem „kleinen“ Lio und da waren selbstgemachte Hundekekse das große Thema. Was darf man dem Hund geben, was nicht?

Da ich schon vorher überlegt habe Hundekekse zu backen, habe ich dem Thema natürlich eifrig gelauscht und musste gleich mal welche ausprobieren.

Wenn ihr also auch eurem Liebling mal selbst etwas zaubern wollt, oder zu Weihnachten mal ganz besondere Leckerlies für ihn backen möchtet, dann einfach dran bleiben.

Was benötigt man für ca. 30 Stück Hundekekse:

1 Dose Thunfisch im eigenen Saft (150g)
1 Ei
100g Haferflocken
100ml Wasser
100g Dinkelmehl
1 TL Petersilie

1 große Schüssel
1 Küchenwaage
1 Kecksausstecher
1 Pfannenwender
1 Backblech
1 Backpapier
1 Nudelholz

Und los geht:

  1. Backofen auf 180g Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Dann in die große Schüssel den Thunfisch geben und mit einer Gabel zerkleinern. Dann Petersilie, Haferflocken, Ei, Dinkelmehl und Wasser hinzu und zu einem Teig vermengen.
  3. Dann auf die Kochfläche etwas Mehl geben und den Teig ca. 1cm dick ausrollen.
  4. Dann mit der Kecksform gleichmäßig Kekse ausstechen und auf das Backblech mit Backpapier legen.
  5. Die Kekse dann ca. 20-25 Minuten fertig backen und auskühlen lassen.
  6. Die Kekse dann innerhalb 1-2 Wochen aufbrauchen.

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Hier noch ein paar Infos, was ihr dem Hund auf keinen Fall geben solltet:

Schokolade: Schokolade wird bekanntlich mit Kakao hergestellt, der Theobromin enthält. Das Alkaloid wirkt auf den Menschen ähnlich wie Koffein. Hunde können es allerdings nicht aufspalten und verwerten. Nehmen sie kakaohaltige Nahrungsmittel auf, sind Kreislaufbeschwerden, Verdauungsprobleme und Zittern die Folge.

Die tödliche Dosis Theobromin liegt zwischen 100 und 300 mg/kg Körpergewicht. Wie viel des giftigen Wirkstoffes in einer Tafel Schokolade enthalten ist, lässt sich nicht pauschal beantworten, da der Theobromingehalt von der Schokoladensorte abhängt. Als Faustregel kann man sagen: Je dunkler die Schokolade, desto mehr Theobromin ist enthalten und desto gefährlicher ist der Konsum für den Hund. Während in weißer Schokolade durchschnittlich nur 0,009 mg/g vorkommen, kann Bitterschokolade bis zu 16 mg/g und Kakaopulver sogar bis zu 26 mg/g enthalten. Durch den Verzehr einer 100g-Tafel Bitterschokolade wären kleinere Hunderassen sowie Welpen und Junghunde aller Rassen lebensbedrohlich gefährdet, bei einem Chihuahua reicht bereits die Hälfte.

Koffein: Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke sind für Hunde hochgradig giftig. Da Koffein von Hunden nicht verstoffwechselt werden kann, bleibt der Giftstoff lange Zeit im Blut der Hunde. Herzrhythmusstörungen, Nierenprobleme oder neurologische Schäden können die Folge sein.

Nikotin: Nikotin ist Gift für Hunde. Schon 5 bis 25 Gramm getrockneten Tabaks (je nach Körpergewicht) können für einen Hund tödliche Auswirkungen haben. Eine einzige Zigarette enthält bereits 1 Gramm des toxischen Stoffes. Besonders Welpen und Jungtiere sind gefährdet. In diesem Alter sind die Hunde noch besonders neugierig und kauen bzw. fressen oft alles, was sie finden können.

Eine große Gefahr geht auch von Aschenbechern aus, die unachtsam platziert für den Hund eine tödliche Gefahr bieten. Auch das Trinken aus einer Pfütze, in der Zigarettenreste schwimmen, kann bereits zu Vergiftungen führen. Symptome einer Nikotinvergiftung sind Erbrechen, Krämpfe, Erregung, erhöhte Atem- und Herzfrequenz, Speicheln, Bewegungsstörungen, Muskelzittern oder Kreislaufkollaps. Wenn beobachtet wurde, dass der Hund Zigaretten(-stummel) verschluckt hat, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden, um Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Nicht immer müssen die Auswirkungen einer Nikotinvergiftung offensichtlich sein. Gerade Langzeitbelastungen durch Zigarettenrauch können gesundheitliche Auswirkungen haben. Genau wie beim Menschen, können sich Krankheiten wie Asthma, Bronchitis und Krebs auch noch nach Jahren ausbilden. Da die Nase von Hunden weitaus leistungsfähiger als die des Menschen ist, nehmen sie den Geruch des Zigarettenqualms auch stärker wahr und fühlen sich dadurch unwohl. Daher sollte beim „Nichtraucherschutz“ auch auf Hunde Rücksicht genommen werden – denn sie sind für die Folgen der Nikotinbelastung noch anfälliger als der Mensch!

Avocado: Avocados, auch Stamm, Haut, Kern sowie Rinde und Blätter, enthalten Persin. Dieser Giftstoff wirkt bei Hunden toxisch und kann zu tödlichen Herzmuskelschäden führen. Weitere mögliche Folgen einer Aufnahme sind Husten, Atemnot, Verdauungsstörungen, allgemeine Schwäche und Unruhe.

Auch wenn das Fruchtfleisch von Avocados eine geringere Menge an Persin aufweist, kann der Verzehr zu Problemen führen. Der hohe Fettgehalt der Avocadofrucht kann Durchfall oder Erbrechen hervorrufen. Ein verschluckter Avocadokern kann zudem Probleme durch einen Darmverschluss nach sich ziehen.

Zwiebel und Knoblauch: Zwiebelgewächse wie Lauch, Zwiebeln und Knoblauch haben ebenfalls eine toxische Wirkung. Diese enthalten Schwefelverbindungen, die die roten Blutkörperchen angreifen und zerstören. Tritt dieser Fall ein, erleiden Hunde eine lebensbedrohliche Anämie (Blutarmut). Obwohl in Zwiebeln ein höherer Giftgehalt als im Knoblauch vorliegt, ist die Verwendung von Präparaten auf Knoblauch-Basis zur Bekämpfung von Parasiten nicht zu empfehlen. 5 g Knoblauch je kg Körpergewicht reichen aus, um beim Hund eine Vergiftung hervorzurufen. Diese Menge entspricht etwa zwei frischen Knoblauchzehen.

Weintrauben und Rosinen: Weintrauben und Rosinen sind regelrechtes Gift für Hunde. Nach dem Verzehr der süßen Früchte können Hunde mit Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfen und Zittern reagieren. Bei einer hohen Dosierung kann die Aufnahme ein Nierenversagen verursachen und sogar tödlich verlaufen. Besonders Rosinen sind hochgiftig, weil sie den toxischen Stoff konzentriert enthalten. Es ist jedoch wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen, ab welcher Menge Rosinen tödlich sind. Bisher gibt es nur Schätzungen amerikanischer Wissenschaftler, die besagen, dass 11,6 g Weintrauben pro kg Körpergewicht lebensgefährliche Vergiftungen verursachen können.

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Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken.

Eure, Danie


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